Stausee

Ein lange vorherrschender Gedanke zur Schaffung einer Stauseeanlage in der Lehmkaul, der gleichzeitig auch als Brandweiher dienen sollte, wurde 1979 vom Gemeinderat Dreis-Brück wieder aufgegriffen, um ihn zu verwirklichen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den zuständigen Behörden erfolgte 1982 die Erteilung der Baugenehmigung. Im Frühjahr 1983 wurde dann mit den Arbeiten begonnen.
Es galt, 25.000 Kubikmeter Erde zu bewegen. Der Stausee umfasst eine Wasserfläche von 10.000 Quadratmeter und hat in seinem oberen Teil ein Feuchtbiotop mit einem Flachwasserbereich.
Die Planung lag in den Händen des Ingenieurbüros Kugel (Konz), das Bodengutachten wurde von Professor Müller (Trier) erstellt, und für die Bauleitung und Statik zeichnete Diplom-Ing. Mörsch von der Verbandsgemeinde Daun verantwortlich.
Von der Planung bis zur Einweihung der Anlage (1986) vergingen sechs Jahre. Für viele Bürger ging so ein alter Wunschtraum in Erfüllung. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung, der Behörden und vieler Gäste erfolgten die Einweihungsfeierlichkeiten und die Einsegnung durch Pfarrer Emmel, die musikalische Umrahmung hatten die Musikvereine Dreis und Brück und der Gemischte Chor und Kinderchor Dockweiler übernommen, die alle von dem ehemaligen Ortsbürgermeister Klinghammer zur Eröffnung herzlich begrüßt wurden. Anerkennung zollte Bürgermeister Waldorf, der in dem Gesamtkomplex die Erfüllung von landespflegerischen Aufgaben sah, vor allem unter dem Aspekt, dass die Landespflege den Erhalt und die Entstehung von Wasserflächen wünsche.
Der Stausee Dreis-Brück ist inzwischen ein bekannter, beliebter und viel besuchter Ruhe- und Erholungsplatz für die Bürger der Gemeinde, für viele Gäste und Naturliebhaber aus nah und fern, aber auch für Wanderfreunde als Ausgangspunkt für Wanderungen und Waldläufe mit ausgewiesenen Wanderwegen. Mit großer Begeisterung besuchen viele Angelfreunde den Stausee. Ein internationales Angelfest wird vom Angelsportverein Dreis-Brück jährlich durchgeführt, welches eine große Anzahl von Anglern und Besuchern anzieht und erfreut. Die ganzjährige Pflege und Wartung des Stauseegeländes bedarf vieler und gründlicher Arbeiten, die erfreulicherweise der Angelsportverein Dreis-Brück übernommen hat und sorgfältig ausführt.
Als Erinnerung an die Fertigstellung der Stauseeanlage stiftete Rolf Fiebes (damals noch wohnhaft in Dreis) der Gemeinde einen Basalt-Lava-Stein mit eingemeißeltem Wappen von Dreis-Brück und der Jahreszahl 1986, den er persönlich entworfen und bearbeitet hat. Der Stein steht nördlich vom See, unmittelbar am Rundweg, der um die Stauseeanlage führt. Hoffen wir, dass der Stausee Dreis-Brück auch für die Zukunft ein gepflegter Treff- und Anziehungspunkt für viele Begegnungen, aber auch Zufluchtsort für Erholung in einer schönen und abwechslungsreichen Naturlandschaft bleibt.

 

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letzte Aktualisierung
vom 16.05.2012

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